Maca: Die Widerstandsfähige Wurzel aus den Anden
Maca, wissenschaftlich Lepidium meyenii, ist eine faszinierende Pflanze, die im rauen Hochland der peruanischen Anden beheimatet ist. Seit Jahrhunderten wird sie von den einheimischen Völkern nicht nur als Nahrungsquelle, sondern auch für ihre potenziellen gesundheitlichen Vorteile geschätzt. Tauchen wir ein in die Welt dieser widerstandsfähigen Wurzel und entdecken, was sie so besonders macht.
Woher kommt Maca? Maca ist eine knollenbildende Pflanze, die in den extremen Höhenlagen der Anden wächst. Dort ist sie Temperaturen zwischen vier und sieben Grad Celsius, starkem Wind, intensiver UV-Strahlung und sauren Böden ausgesetzt. Ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber diesen harten Bedingungen macht sie zu einer bemerkenswerten Pflanze. Traditionell wird Maca von Kleinbauern angebaut und verarbeitet.
Die Inhaltsstoffe von Maca Die Maca-Wurzel enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe:
- Makronährstoffe: Sie enthält eine bedeutende Menge an Proteinen, Kohlenhydraten und Ballaststoffen. Analysen ergaben etwa 11,6 % Protein, 0,9 % Fett, 52 % Kohlenhydrate und 21,2 % Ballaststoffe.
- Mikronährstoffe: Maca ist eine Quelle für Eisen, Zink, Magnesium, Kalzium, Kalium, Vitamin C, Riboflavin (Vitamin B2) und Thiamin (Vitamin B1). Eine Nährwertanalyse zeigte beachtliche Anteile des Tagesbedarfs an Vitamin C, Kupfer, Eisen, Kalium, Vitamin B6 und Mangan.
- Fettsäuren: Maca enthält verschiedene Fettsäuren, darunter einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren wie Linolsäure und alpha-Linolensäure. Die Fettsäurezusammensetzung umfasst Ölsäure, Linolsäure, alpha-Linolensäure, Palmitinsäure, Stearinsäure und weitere.
- Zucker: Maca enthält Fruktose, Glukose, Saccharose, Maltose und Laktose.
- Weitere Substanzen: Maca enthält eine Vielzahl weiterer Substanzen, darunter Farbstoffe, ätherische Öle, hormonähnliche Substanzen und bioaktive aromatische Isothiocyanate.
Potenzielle Anwendungsgebiete laut Studien Diverse Studien haben die Wirkung von Maca auf verschiedene Bereiche untersucht:
- Sexualfunktion und Fruchtbarkeit: Studien mit Männern zeigten nach mehrwöchiger Einnahme eine Erhöhung von Volumen, Anzahl und Beweglichkeit der Spermien. Eine andere Studie ergab eine aphrodisische Aktivität.
- Stimmung und psychisches Wohlbefinden: Untersuchungen mit Frauen in der Postmenopause deuteten auf eine Reduktion von Symptomen von Angststörungen und Depressionen hin. Eine andere Studie zeigte eine verbesserte Stimmungslage, reduzierte Erschöpfung und erhöhte Lebensqualität.
- Blutdruck: Es gibt Hinweise darauf, dass Maca den Blutdruck senken könnte.
- Knochengesundheit: In einer Studie mit Patienten mit Osteoarthritis reduzierten Reparagen (ein Stoff, der hauptsächlich aus Maca besteht) Schmerzen und Steifheit und verbesserten die physikalische Funktion. Auch gibt es Hinweise darauf, dass Maca Knochenabbau reduzieren kann.
- Menopause: Einige Studien legen nahe, dass Maca Symptome der Menopause wie Hitzewallungen und Schlafstörungen lindern könnte.
Aktive Verbindungen in Maca Die aktiven Verbindungen in Maca sind vielfältig:
- Macamide: Fettsäuren, die das Endocannabinoidsystem beeinflussen könnten.
- Macaridin: Ein Alkaloid, das bisher nur in Maca gefunden wurde.
- Glucosinolate: Verbindungen, die zum bitteren Geschmack beitragen und in rotem Maca in höchster Menge vorkommen.
- Polyphenole: Antioxidative Verbindungen, deren Gehalt je nach Farbe der Wurzel variieren kann.
- MCTA: Eine Verbindung, die das Monoamin-Oxidase-Enzym hemmt.
Wirkmechanismen von Maca Einige der möglichen Wirkmechanismen von Maca sind:
- Beeinflussung des Endocannabinoidsystems: Macamide könnten Anandamidspiegel erhöhen und so ein Glücksgefühl hervorrufen.
- Reduktion von Hämoglobinspiegeln: Schwarzes Maca könnte die Hämoglobinspiegel bei Menschen reduzieren, die in großer Höhe leben.
- Neutralisierung freier Radikale: Maca könnte freie Radikale neutralisieren und vor oxidativem Stress schützen.
- Erhöhung von IGF-1-Spiegeln: Maca könnte IGF-1-Spiegel im Gelenkknorpel erhöhen, was sich positiv auf die Knochengesundheit auswirken könnte.
- Reduktion der ACE-Aktivität: Maca könnte die Aktivität des Angiotensin-Converting-Enzyms (ACE) reduzieren.
Maca: Ein Geschenk der Anden Maca ist eine bemerkenswerte Pflanze mit einer reichen Geschichte und einem vielversprechenden Potenzial. Ihre Widerstandsfähigkeit und ihre vielfältigen Inhaltsstoffe machen sie zu einem faszinierenden natürlichen Produkt.