Vitamin E

Vitamin E: Das Antioxidans für Zellschutz, Haut und mehr

Vitamin E, auch bekannt als Tocopherol, ist ein fettlösliches Vitamin, das vor allem für seine kraftvollen antioxidativen Eigenschaften bekannt ist. Es schützt unsere Zellen vor den schädlichen Auswirkungen von freien Radikalen, stärkt das Immunsystem und spielt eine Schlüsselrolle in einer Vielzahl biologischer Prozesse. Doch was genau macht Vitamin E so besonders und warum ist es wichtig für die Gesundheit?

Was ist Vitamin E?

Vitamin E ist ein Sammelbegriff für eine Gruppe von fettlöslichen Verbindungen, den sogenannten Tocopherolen. Diese natürlichen Substanzen kommen in der Natur als ölige Flüssigkeiten vor. Die bedeutendste Form von Vitamin E ist Alpha-Tocopherol, das die größte Vitamin-E-Aktivität besitzt und am stärksten im menschlichen Körper wirkt.

Aufgaben und Funktionen von Vitamin E

Die wichtigste Funktion von Vitamin E im Körper ist seine Wirkung als Antioxidans. Als fettlösliches Antioxidans schützt es mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die in Zellmembranen, Lipoproteinen und Depotfett enthalten sind, vor der Zerstörung durch Oxidation. Dieser Prozess wird als Lipidperoxidation bezeichnet und kann zu Zellschäden führen, die im Körper zu Entzündungen und verschiedenen Erkrankungen beitragen.

Vitamin E agiert dabei als Radikalfänger: Es fängt freie Radikale, die für die Oxidation verantwortlich sind, ab und wird dabei selbst zu einem reaktionsträgen Radikal, das keine schädlichen Folgen für die Zellen hat.

Zusätzlich wird Vitamin E eine Reihe weiterer positiver Wirkungen zugeschrieben, unter anderem:

  • Schutz vor Herzinfarkten, Krebs und Alzheimer
  • Verlangsamung des Alterungsprozesses
  • Schutz der roten Blutkörperchen
  • Stärkung von Muskeln und Nerven
  • Wirkung im Stoffwechsel der Steroidhormone
  • Verbesserung der Durchblutung
  • Verhinderung von Gefäßablagerungen

Potenzielle Gesundheitsvorzüge von Vitamin E (basierend auf Studien)

Vitamin E bietet zahlreiche Vorteile, die in wissenschaftlichen Studien untersucht wurden:

  • Bekämpfung von oxidativem Stress: Als starkes Antioxidans schützt Vitamin E die Zellen vor den schädlichen Auswirkungen von freien Radikalen. Diese schädlichen Moleküle sind mit chronischen Krankheiten wie Herzkrankheiten, Diabetes, Alzheimer und Krebs in Verbindung gebracht worden.

  • Schutz des Nervensystems: Vitamin E spielt eine Schlüsselrolle bei der Weiterleitung elektrischer Signale zwischen den Nervenzellen im Gehirn und Körper. Besonders bei Menschen mit Alzheimer gibt es Hinweise darauf, dass Vitamin E helfen kann, die Gedächtnisleistung zu verlangsamen und den kognitiven Rückgang zu bremsen.

  • Hilfe bei Ataxie: Vitamin E-Supplemente gehören zur Standardbehandlung bei Ataxie, einer angeborenen Bewegungsstörung, die mit schwerem Vitamin E-Mangel verbunden ist. Es hilft dabei, die motorischen Funktionen zu unterstützen und zu stabilisieren.

  • Vorbeugung von medikamenteninduzierter peripherer Neuropathie: Vitamin E kann die Schädigung der Myelinscheide, der isolierenden Schutzschicht der Nervenzellen, verhindern, die durch bestimmte Medikamente verursacht wird. Dies reduziert das Risiko von Nervenschäden.

  • Förderung der Augengesundheit: Vitamin E ist ein wichtiger Bestandteil der Gesundheit der Augen und unterstützt die Reparatur von Retina, Hornhaut und mittlerer Augenhaut. Es wird angenommen, dass Vitamin E das Risiko für altersbedingte Katarakte senken kann.

  • Verlangsamung des Fortschreitens von Lebererkrankungen: Studien haben gezeigt, dass Vitamin E die Fibrose (Narbenbildung) bei Menschen mit nichtalkoholischer Fettlebererkrankung (NAFLD) und nichtalkoholischer Steatohepatitis (NASH) verlangsamen kann.

Vorkommen von Vitamin E in Lebensmitteln

Vitamin E kommt vor allem in pflanzlichen Lebensmitteln vor, die reich an fetten und Ölen sind. Besonders hohe Mengen finden sich in:

  • Weizenkeimöl
  • Leinsamen
  • Sonnenblumenöl
  • Walnussöl
  • Maiskeimöl
  • Distelöl
  • Sesamöl
  • Haselnüsse
  • Sojaöl
  • Erdnussöl
  • Mandeln
  • Olivenöl

Weitere Vitamin E-Quellen sind:

  • Getreide
  • Nüsse
  • Samen
  • Pflanzenöle (insbesondere Keimöle und kaltgepresste Öle)
  • Milch
  • Eier
  • Grünes Gemüse und Obst
  • Grüne Salate

Da Vitamin E fettlöslich ist, wird es in Kombination mit fettigen Lebensmitteln besser aufgenommen.

Mangelerscheinungen (Hypovitaminose)

Ein Vitamin E-Mangel ist beim Menschen relativ selten, da es in vielen Lebensmitteln enthalten ist. Bei einem Mangel können jedoch verschiedene Symptome auftreten:

  • Trockene, faltige Haut
  • Konzentrationsstörungen
  • Leistungsschwäche und Müdigkeit
  • Reizbarkeit
  • Schlecht heilende Wunden
  • Begünstigung von Arteriosklerose

Ein Mangel an Vitamin E kann auch die Zellmembranen schwächen, was zu einer erhöhten Zerstörung von roten Blutkörperchen führt, was als Hämolyse bezeichnet wird.

Überdosierung (Hypervitaminose)

Obwohl Vitamin E wichtig für den Körper ist, kann eine Überdosierung zu gesundheitlichen Problemen führen. Besonders bei sehr hohen Dosen können folgende Symptome auftreten:

  • Übelkeit, Erbrechen und Magen-Darm-Beschwerden
  • Erschöpfung und Muskelschwäche
  • Verschlechterung der Blutgerinnung, was zu vermehrten Blutungen führen kann
  • Vaginalblutungen (Scheidenblutungen)
  • Verschlechterung von Diabetes mellitus, Bluthochdruck und Angina Pectoris
  • In extremen Fällen kann eine Überdosierung mit Vitamin E lebensbedrohlich werden.

Vitamin E ist ein kraftvolles Antioxidans, das für zahlreiche gesundheitliche Vorteile sorgt, von der Zellschutz über die Unterstützung des Nervensystems bis hin zur Förderung der Augengesundheit. Eine ausreichende Zufuhr über die Ernährung ist wichtig, um die positiven Effekte von Vitamin E zu nutzen und das Risiko von Krankheiten wie Herzkrankheiten und Krebs zu verringern. Gleichzeitig sollte man auf eine ausgewogene Zufuhr achten, da eine Überdosierung gesundheitsschädlich sein kann.

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